Local Positioning System wird um Multireceiver-Applikation erweitert

Das Local Positioning System (LPS) der Sarissa GmbH erhält die neue Funktion der Multireceiver-Applikation. Damit ist der Einsatz von mehr als einem Positionsempfänger pro Arbeitsplatz bei gleichzeitiger Funktionserweiterung problemlos möglich. Bewegte Werkstücke in einer Fließfertigung können damit von Empfänger zu Empfänger „weitergereicht“ werden.

Das LPS identifiziert die Position der Hände und handgehaltener Werkzeuge zur Qualitätssicherung in der Montage und Kommissionierung millimetergenau. Das System besteht aus einer oder mehreren Empfangseinheiten und Sendern, die am Werkzeug oder im Schutzhandschuh des Werkers integriert sind. Mit nur einem Positionsempfänger ist es unter Verwendung der neuen Ethernet-Schnittstelle nun möglich, gleichzeitig unterschiedliche Arbeitsabläufe an mehreren Arbeitsplätzen zu bedienen. Jeder Werker kann auf dem eigenen Arbeitsplatzbildschirm seinen Arbeitsablauf verfolgen und dadurch Fehler bereits während der Wertschöpfung vermeiden. Die einfache Verwendung von bis zu acht Empfängern pro Arbeitsbereich ist nun möglich. Insgesamt ist aber weniger Hardware erforderlich, da ein Empfänger für mehrere Arbeitsplätze gleichzeitig genutzt werden kann.

Zu Diagnosezwecken können XYZ-Koordinaten, gleichzeitig zum laufenden Produktionsbetrieb, von Fremdsystemen wie z. B. einem Tablet oder Smartphone empfangen werden. Ebenso können mobile Arbeitsplätze (FTS) mit der neuen Technologie ausgestattet werden. Ein PoE-Switch liefert zudem die Stromversorgung über das Ethernet-Kabel, sodass zusätzliche Netzteile obsolet sind. Ausgestattet mit den neuen Funktionen ist das System nun robuster, benötigt weniger Platz und ist bei wachsenden Aufgaben ohne zusätzliche Hardware leicht skalierbar.

Einsetzbar ist das Sarissa LPS als leistungsstarkes, flexibles Assistenzsystem oder als reiner 3D-Koordinatenlieferant. Sollte die Anwendung bereits eine Werkerführung haben, kommt nur der Koordinatensensor zum Einsatz, der mit der vorhandenen Werkerführung über die Schnittstellen kommuniziert. Er übergibt der übergeordneten Steuerung die Raumkoordinaten und somit den Ort des Werkzeuges. Die Einsatzgebiete des LPS umfassen die Positionsbestimmung von Werkzeugen und Händen bei Arbeitsprozessen in der Montage und beim Kommissionieren oder Verpacken. Das LPS kann bei qualitätsrelevanten Verschraubungsprozessen eingesetzt werden, um Schraubstellen millimetergenau zu erfassen. Die Parameter des Schraubwerkzeuges können abhängig vom Ort automatisch angepasst werden. Ebenso wird die Position der Hand des Werkers beim Greifen in Bereitstellungen erkannt und somit eine Null-Fehler-Quote erzielt.